Neue Methode, neue Einblicke
Die kleinsten Bauteile des Lebens sichtbar machen -- Strukturbiologe Dr. Tomás Páscoa vom Zentrum für Synthetische Mikrobiologie SYNMIKRO im Interview
Die Mikrobiologie in Marburg blickt auf eine lange Tradition zurück und Marburg gilt als einer der führenden Standorte für mikrobiologische Forschung weltweit. Im Forschungsschwerpunkt „Agroökosysteme, mikrobielle Ressourcen und Klimaresilienz" und dem darin angesiedelten Exzellenzcluster Microbes for Climate arbeiten Wissenschaftler*innen daran, grundlegende biologische Prozesse auf molekularer Ebene zu verstehen -- von der Struktur einzelner Proteine bis hin zu ihrer Organisation im zellulären Kontext -- und mit diesen Erkenntnissen neue Lösungen zur Bekämpfung des Klimawandels zu erschließen.

Hierzu trägt Dr. Tomás Páscoa mit seiner Expertise bei. Er kam nach seinem Studium der Biochemie und seiner Promotion in Strukturbiologie an der Universität Oxford nach Marburg an das Zentrum für Synthetische Miobrobiologie (SYNMIKRO), um genau hier mit seiner Expertise etwas Neues aufzubauen: die Kryo-Elektronen-Tomographie als Methode zu etablieren, die es ermöglicht, Proteine und ihre Wechselwirkungen direkt in ihrer natürlichen Umgebung innerhalb der Zelle sichtbar zu machen. Seitdem hat er nicht nur seine eigene Forschung vorangetrieben, sondern die Methode auch für andere Gruppen in Marburg und darüber hinaus zugänglich gemacht.
Erfahre in diesem Interview mit Tomás Páscoa, wie seine Arbeit neue Einblicke in die Architektur biologischer Prozesse eröffnet, warum die enge Zusammenarbeit innerhalb der Forschungsgemeinschaft vor Ort für ihn so entscheidend ist – und was Nachwuchswissenschaftler*innen erwartet, die Teil dieser Forschung werden möchten.
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